MeisterProGramm

Fernschule für den Meistergrad im Kosmetikergewerbe

Der Kosmetikmeister

Seit Juli 2015 ist die neue Verordnung zur Meisterprüfung im Kosmetikergewerbe nun in Kraft (BGBl. 2015 Teil I Nr. 2, S. 17 ff). Nach dem europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) steht der neue Meistertitel, welcher durch eine bundesweit geltende Verordnung anerkannt ist, auf Level 6, d.h. auf derselben Stufe wie ein Bachelor Studium und eröffnet daher auch ohne Abitur den Weg zu einem ergänzenden Universitäts- oder Fachhochschulstudium. Mit dieser Einstufung ist ein imminent wichtiger Schritt gelungen: Das Kosmetikergewerbe wurde mit gesetzlich anerkannten und festgelegten bundesweit einheitlichen Qualitätsstandards ausgestattet!

Die neue Meisterqualifikation besteht aus vier Teilen:

  • Fachpraxis (Teil I)
  • Fachtheorie (Teil II)
  • Technischer Fachwirt bzw. BWL/Recht (Teil III)
  • Ausbildereignung nach AEVO (Teil IV)

Während Teil III und Teil IV schon seit längerer Zeit am Markt angeboten werden und sich auch unabhängig von den anderen Prüfungsteilen erwerben lassen, wurden Teil I und Teil II erst mit der neuen Verordnung eingeführt.

Neben der Auflistung und ausdrücklichen Erwähnung zahlreicher prägender Berufsbildinhalte im § 2 der neuen Meisterprüfungsverordnung ist in der Meisterfortbildung vor allem die ebenfalls enthaltene „Unternehmerqualifikation“ hervorzuheben. Viele Kosmetiker/-Innen in Deutschland arbeiten als selbständige Unternehmer/-Innen, verfügen aber mangels eines konkret auf das Kosmetikergewerbe abgestimmten Angebots nicht über die notwendigen betriebswirtschaftlichen Qualifikationen oder über die erforderlichen berufs- und arbeitspädagogischen Kompetenzen. Die neue Meistervorbereitung ist sehr praxisnah und bereitet auf die Herausforderungen vor, denen Unternehmen im Kosmetikergewerbe tagtäglich gegenüberstehen! Kerninhalte sind die folgenden vier Elemente:

  • Kunden umfassend beraten
  • Fachliche Lösungen erarbeiten und umsetzen
  • betriebswirtschaftliche Entscheidungen treffen
  • Fachkräftenachwuchs kompetent ausbilden

Zum Erwerb einer umfassenden beruflichen Handlungskompetenz wird dieses Leistungsspektrum darüber hinaus um die Elemente Markt- und Kundenorientierung sowie Aufgeschlossenheit gegenüber neuen, auch internationalen Entwicklungen ergänzt. Meistervorbereitung, -prüfung we auch die spätere Berufsausübung werden vom berufsbildungspädagogischen Prinzip der Kompetenz- und Handlungsorientierung getragen, welches die Anforderungen eines umfassenden und ganzheitlichen beruflichen Handelns sowohl beim Akt der eigentlichen Meisterprüfung, als auch im späteren Berufsleben in den Mittelpunkt setzt. Statt ausschließlich auf die Reproduktion von Fachwissen oder Fachinhalten abzustellen, fungieren Meister/-Innen damit in der Wahrnehmung ihrer Führungsaufgaben über ihre professionelle Fachkompetenz hinaus also vor allem als Problemlöser und Entscheider.

Bei den Verhandlungen zum neuen Gesetz wurde dem Thema Prüfungsanforderungen besondere Aufmerksamkeit gewidmet – hier wurde gesteigerter Wert darauf gelegt, dass sich die einem/-r Meister/-in angemessene berufliche Handlungskompetenz auch im Prüfungsgeschehen widerspiegelt. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, dass Zeit- und Kostenaufwand für alle Beteiligten nicht aus dem Ruder laufen. Keinesfalls sollen Zukunftsinvestitionen für eine Meistervorbereitung (oder -Prüfung) auch nur in den Verdacht geraten, einen Nachteilsfaktor für Leistungsträger im gewerblichen Wettbewerb am Markt darzustellen, wenn sie während ihrer Ausbildung und Prüfung beruflich kürzer treten müssen. Dadurch rechnet sich die Meisterqualifizierung nicht nur, sie zahlt sich auch aus!

FAQ

Nein! Der Beruf der „staatlich geprüften Kosmetikerin“ oder „staatlich anerkannten Kosmetikerin“ ist nach dem Berufsbildungsgesetz (BBlG, Stand 08/2003) ein anerkannter Ausbildungsberuf und der Berufsgruppe Körperpflege/ Körperpflegerin zugeordnet. Der Begriff Kosmetik ist im mitteleuropäischen Sprachraum seit dem 17. Jahrhundert nachweisbar, jedoch findet er bereits in einem griechischen Papyrus des 4. Jahrhunderts Verwendung (Kosmetik griech. = kosmein = schmücken). Im deutschen Sprachraum bürgerte sich der Begriff im 19. Jahrhundert ein. In der Gegenwart wird dem Streben nach Ordnung – im Sinne einer Harmonie zwischen körperlichem Wohlbefinden und dem Erscheinungsbild – bei der Pflege von Haut und Anhangsgebilden Rechnung getragen: Kosmetische Produkte und Behandlungen werden mit dem Ziel eingesetzt, einen geordneten Zustand zu erhalten oder ihn ggf. wieder herzustellen. Da die künstlerische Gestaltung von Haut, Haaren und Nägeln ebenso zum persönlichen Wohlbefinden des Menschen beiträgt, ist das übergeordnete Ziel der pflegenden und dekorativen Kosmetik die Erhaltung der Gesundheit (Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, ist die Gesundheit ein Zustand des vollkommenen körperlichen, geistigen und seelischen Wohlbefindens). Die Kosmetik zielt auf die Gesunderhaltung von Haut und Anhangsgebilden ab und ist daher als Präventivmedizin anzusehen.

Kosmetik darf pflegen, schützen und reinigen, aber nicht heilen, daher der Begriff Präventivmedizin! Medizin dagegen heilt, lindert und beseitigt Krankheiten, Leiden oder Körperschäden.

Neben zahlreichen prägenden Berufsbildinhalten in der neuen Meisterprüfungsverordnung ist in der Meisterfortbildung vor allem die ebenfalls enthaltene „Unternehmerqualifikation“ hervorzuheben. Viele Kosmetiker/-Innen in Deutschland arbeiten als selbständige Unternehmer/-Innen, verfügen aber mangels eines konkret auf das Kosmetikergewerbe abgestimmten Angebots nicht über die notwendigen betriebswirtschaftlichen Qualifikationen oder über die erforderlichen berufs-und arbeitspädagogischen Kompetenzen.

Eine erfolgreich abgelegte Meisterprüfung...

  • ist ein Qualitätsmerkmal erster Güte
  • hat in Deutschland wie auch im Ausland ein hohes Ansehen
  • bestätigt eine fundierte Fach- und Sozialkompetenz
  • grenzt von Mitbewerberinnen und Mitbewerbern ab
  • entspricht dem selben Ausbildungsniveau wie ein Bachelor-Hochschulabschluss
  • ermöglicht den Zugang zum Studium an einer Hochschule oder Universität

Zur Meisterprüfung im Kosmetikergewerbe wird zugelassen, wer

  • Die Gesellen-oder Abschlussprüfung zur/zum staatlich anerkannten/staatlich geprüften Kosmetiker/-in bestanden hat oder
  • Die Gesellen- oder Abschlussprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf bestanden hat (sinnvoll ist hier eine zusätzliche mindestens einjährige Berufstätigkeit im Kosmetiker-Gewerbe)
  • Eine mindestens dreijährige Tätigkeit(Vollzeit) im Kosmetiker-Gewerbe nachweist- die dreijährige Tätigkeit muss sich aus Zeiten einer vollzeitschulischen Ausbildung und aus einer Berufstätigkeit im Kosmetiker-Gewerbe zusammensetzen.
  • Die Fortbildungsprüfung zum Fachwirt für Ganzheitskosmetik und Wellness (HWK) bestanden hat

Befreiungen

 a) Meisterprüfung im Friseur-Handwerk

- Teil I: keine Befreiung, d.h. Friseurmeister müssen den Teil I im Kosmetiker-Gewerbe vollständig ablegen

- Teil II: Befreiung vom Handlungsfeld 2 „Management eines Kosmetikinstituts“, d.h. Friseurmeister müssen nur das Handlungsfeld „Kosmetische Dienstleistungen“ ablegen.

b) Geprüfter Fachwirt für Ganzheitskosmetik und Wellness (HWK)

- Teil I: keine Befreiung vom Meisterprüfungsprojekt und Fachgespräch, aber Befreiung von allen drei Situationsaufgaben

c) Staatlich geprüfte Kosmetikerinnen, die in einem dualen Bildungssystem ihre Ausbildung abgeschlossen haben, so wie Kosmetikerinnen, die eine zweijährige Berufsfachschule in privater Trägerschaft absolviert haben können in einem vereinfachten Prozess die Teile I-und II absolvieren.

  • Teil I keine Befreiung vom Meisterprüfungsprojekt und Fachgespräch, d.h. staatlich geprüfte Nur Teil II (Fachtheorie)Handlungsfeld 1: Kosmetische Dienstleistung und Teil II (Fachtheorie) Handlungsfeld 2: Management eines Kosmetikinstituts wird vollständig als Lernkontrolle durchgeführt
  • Teil II Handlungsfeld 2 „Kosmetische Dienstleistungen“, das Handlungsfeld „Management eines Kosmetikinstituts“ muss vollständig abgelegt werden. Hierfür können staatlich geprüfte Kosmetikerinnen in einem verkürzten Prozess sich auf die Prüfung bei der HWK vorbereiten.
  • Kompaktkurs-Coaching bei MP-MeisterProGramm beinhaltet 4 Wochen, Vorbereitung auf Meisterprüfung

Die neue Meisterqualifikation besteht aus vier Teilen: Fachpraxis (Teil I), Fachtheorie (Teil II), Technischer Fachwirt bzw. BWL/Recht (Teil III) und Ausbildereignung nach AEVO (Teil IV). Teil I und Teil II werden jetzt erstmals am Markt eingeführt; Teil III und Teil IV gibt es schon seit längerer Zeit und können auch unabhängig von den anderen Prüfungsteilen erworben werden.

  • Teil I: Hier wird geprüft, ob komplexe berufliche Aufgabenstellung gelöst werden können und dabei Tätigkeiten des Kosmetiker-Gewerbes meisterhaft verrichtet werden können (Fachpraxis).
  • Teil II: In diesem Teil wird überprüft, ob erforderlichen fachtheoretischen Kenntnisse vorliegen, um handwerkliche Probleme analysieren, bewerten, geeignete Lösungen aufzeigen und diese auch dokumentieren zu können.
  • Teil III: Hier muss nachgewesen werden, dass man die nötigen betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen Kenntnisse hat, um ein Institut zu führen.
  • Teil IV: Hier wird das Berufs- und arbeitspädagogische Wissen und die Eignung zum Ausbilder überprüft methodisch und didaktisch. Eine Projekt Arbeit ist vorgesehen.

Da die fachlichen Anforderungen in der Praxis beständig wachsen, werden im Meisterkurs Kosmetiker (zur Vorbereitung auf die Teile I und II der Meisterprüfung) folgende handlungsorientierte handwerkliche Bereiche vermittelt:

Teil I: Meisterprüfungsprojekt (Planung, Durchführung, Kontrolle, Dokumentation), Fachgespräch, Situationsaufgabe

Teil II: Kosmetische Dienstleistungen: Typberatung dokumentieren, Behandlungstechniken für unterschiedliche Hauttypen, Inhaltsstoffe von kosmetischen Produkten und deren Wirkungsweisen, Make-up entwerfen, Massagetechniken und -Mittel auswählen, Methoden der kosmetischen Hand und Fußpflege, Methoden der Problemzone Behandlung, Möglichkeiten für eine Gesichts- oder Körperkonturierung, Verfahren der Depilation und Epilation, Konzepte zur Gesundheitsförderung

Management eines Kosmetikstudios: Unfall-, Arbeits-, Gesundheitsschutz, Entwicklung Institutskonzept, Kostenermittlung, Kalkulation, Planung, Marketing, Informations-und Kommunikationssysteme, Betriebsablauf, Personalführungskonzepte, Schwächenanalyse, Qualitätsmanagement

Die Kosten für alle vier Teile zusammen sind von den jeweiligen Bildungsträgern und Handwerkskammern abhängig und liegen zwischen 8.000 und 9.000 €.

Die Kosten beim MP-MeisterProGramm für Teil I und Teil II betragen 3590 €.

Sie haben einen Anspruch auf das „Meister-BAföG“ nach dem AFBG. Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz begründet einen individuellen Anspruch auf Förderung von beruflichen Qualifikationen, welche jedoch an bestimmte persönliche Voraussetzungen geknüpft ist. Ob Sie einen Anspruch haben, entscheidet sich also individuell. Sie müssen hierfür einen Antrag stellen. Die Antragsformulare finden Sie unter: www.aufstiegs-bafoeg.de.
Darüber hinaus gibt es in Niedersachsen eine Meisterprämie in Höhe von 4.000 €! Bei bestandener Meisterprüfung kann diese Prämie über die NBank beantragt werden! In Niedersachsen ist dadurch die Meisterfortbildung bis Ende 2021 zu 100% erstattungsfähig!

  • Umsetzungskonzept
  • Meisterprüfungsprojektarbeit
  • Situationsaufgaben
  • Fachgespräch
  • Schriftlich Prüfung von Teil II (Kosmetische Dienstleistungen, Management eines Kosmetikinstituts)

Nehmen Sie Ihre Zukunft in die Hand